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Hallen-DM: Zwei Titel und vier Medaillen für Cologne Athletics

CA Presse

Dreispringerin Jessie Maduka und Hochspringer Tobias Potye triumphieren bei der Deutschen Hallen-Meisterschaft der Männer und Frauen in der Helmut Körnig Halle in Dortmund.



Jessie Maduka knackte als einzige Athletin die 14-Meter-Marke und verteidigte ihren Titel mit der gleichen Weite wie vor einem Jahr in Leipzig: 14,04m stehen jeweils im Protokoll. CA-Sprungtrainer Ralf Jaros war mehr als zufrieden, denn wie seine Top-Athletin auch sagte: "Eine Deutsche Meisterschaft zu gewinnen, ist immer etwas Besonderes. Auch als Favoritin muss man erst mal abliefern."



Vom Horizontalsprung zum Vertikalsprung und hier hatte Cologne Athletics gleich drei Medaillenkandidaten an den Start gebracht. Hoch, höher, Tobias Potye, denn er bewies im Hochsprung der Männer in einem spannenden Zweikampf mit dem Leverkusener Mateusz Przybylko große Nervenstärke. Im letzten Versuch überquerte Potye und als einziger die 2,24m-Siegeshöhe.



CA-Kollege Julien Pohl, ebenso wie Potye aus der Trainingsgruppe von Sebastian Kneifel, hingegen musste sich mit dem undankbaren vierten Platz begnügen, nachdem er noch ist ersten Versuch 2,14m übersprang, scheiterte er an 2,18m, eine Höhe, die Falk Wendrich vom LAZ Soest überraschend schaffte, denn er steigerte seine persönliche Bestleistung um 8cm.



Bei den Frauen lag CA-Hochspringerin Imke Onnen lange Zeit auf Goldkurs, überflog die ersten drei Höhen bis 1,87m jeweils im ersten Versuch und meisterte die 1,90m im dritten, nur bei 1,93m blieb die Latte in allen Versuchen leider nicht liegen, obwohl Onnen die Höhe eigentlich "drin hatte", wie nicht nur ihre Mutter und Trainerin Astrid Onnen sehen konnte. Weil die Leverkusenerin Bianca Stichling nicht nur persönliche Bestleistung erzielte, sondern die 1,90m bereits im ersten Versuch schaffte, nachdem sie bei den zwei vorangegangenen Höhen jeweils drei Versuche benötigt hatte, stand am Ende für Onnen der zweite Platz im Wettkampfprotokoll.



Ein Meisterstück, welches mit der Bronzemedaille belohnt wurde, gelang CA-Sprinter Yannick Wolf. Der Athlet von Sebastian Hess gewann über 60m den zweiten Vorlauf in 6,70s., was Rang acht in der Vorlaufliste aller bedeutete. Als Vierter im ersten Halbfinale verbesserte er sich auf 6,67s, musste aber hoffen, dass er mit einem "kleinen Q" das Ticket für das Finale lösen konnte. Und in der Gesamtliste bedeutete diese Zeit abermals den Rang 8. Im Finale dann steigerte er sich erneut, lief 6,60s, stellte seine persönliche Bestzeit ein, und lieferte ein starkes Finish, welches mit dem dritten Platz endete.



In seinem ersten "Männer-Jahr" trumpfte Timon Dethloff über die 60m-Hürden auch recht spektakulär auf, doch anders. Stand ein Start zunächst noch auf Grund eines Hexenschusses einige Tage zuvor auf der Kippe, so ließ er sich als ausgewiesener Wettkampftyp die Chance nicht nehmen, bei diesen Deutschen Hallen-Meisterschaften dennoch anzutreten. Und so lief der frisch gebackene Deutsche Hochschulmeister, trainiert und betreut von Vero Theill, mit 7,99s als Zweiter in seinem Vorlauf auch direkt mit einem "großen Q" ins Finale.



Zwar stürzte Dethloff nach der letzten Hürde, doch rettete er sich irgendwie und blieb weniger auf den Beinen als auf den Füßen, das Zielfoto hat entsprechend Seltenheitswert. Im Finale zeigte er dann mit einem Blitzstart und einer Reaktionszeit von 0,109s, dass er einen Medaillenplatz anvisiert hatte, doch nach der vierten Hürde stoppte ihn ein Wegknicken abermals im Zwischensprint. Auch dieses Mal lief er das Rennen dennoch zuende und wurde schließlich mit 8,01s Fünfter.



Auch Vera Coutellier verpasste leider eine angestrebte Medaille. Die Titelverteidigerin über 1.500m hatte bis dato kaum Hallenwettkämpfe bestritten und sah auf der längeren Distanz, den 3.000m, für sich eine größere Chance. Am Ende stand eine persönliche Bestzeit von 9:12,18 min zubuche, doch bedeutete dies einen fünften Platz. In den Schlusssprint um Platz 3 konnte sie leider nicht eingreifen, da halfen auch die Zurufe von CA-Lauftrainer Moritz Elze nicht mehr.



Zu erwähnen sind darüber hinaus weitere sehr gute Ergebnisse und Platzierungen: Über 60m der Männer erzielten Joshua Koßmann und Noah Müller 6,86s und 6,95s, schieden aber leider als Sechster bzw. Siebter ihrer Vorläufe aus. Müller lief zudem über 60m-Hürden mit 8,36s persönliche Bestzeit, kam allerdings nicht über das Halbfinale hinaus. Fabian Schon schaffte mit 1:55,16 min über 800m die zwölfbeste Zeit und verfehlte als Dritter seines Halbfinals den Endlauf nur knapp. Milan Klosowski wurde mit 14,87m im Dreisprung Zehnter, ihm fehlten 16 Zentimeter für das Finale.

Natalie Füllgraf und Berit Janowitz liefen 2:10,42 min und 2:11,02 min über 800m zwar die siebt- und neuntbeste Zeit, doch für das Finale hätten sie ein bzw. zwei Plätze in ihren Läufen weiter vorne sein müssen. Und Sarah Schmitz kam über die 3.000m als Zwölfte mit einer Saisonbestzeit von 9:28,83min ins Ziel.


Fotos: Dirk Gantenberg



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